Berlin, Berlin

Manches lässt sich nicht planen.
Das Schicksal hat mich gebracht.
Wer konnte bloß ahnen,
Dass die Liebe hier erwacht.

Wenn ich weg geh, fort von Dir,
Mich ausspuckst aus Deinen Fängen.
Vermisst Du mich nicht – kein Ton .
Lässt mich einfach hängen.

Und wenn die Nacht mich entlässt
Schau ich in diese blassen Gesichter.
Selbst der Mond ist bescheiden bleich
Im unverhohlenem Glanz Deiner Lichter.

Flanier auf Betonasphalt
Zwischen Dönerresten und Kotze.
Sie werden zu großen Speiseplatten,
Ein „Willkommensbuffet“ der Ratten.

Berlin, Berlin, was macht Dich aus?
Dein Nightlife perfekt auf’m Kiez
Zu groß, zu grell, zu laut,
Drängst Dich hin und wieder auf.

Kann ich mich entziehen?
Du leuchtest viel zu hell.
Du schreist und schreist
Unerhörbar grell.

Von allem hast Du viel zu viel.
Überforderst mit Deinem Flair.
Du denkst Du hättest alles.
Doch wo ist dann Dein Meer?

Du musst mächtig übertreiben
Mit Deinem schonungslosem Charme.
Bringst mich dann zum leuchten
Wie Glühwürmchen im Schwarm.

Ach Berlin  – bleib doch kurz still.
Machst immer soviel Spektakel.
Benimmst Dich wie eine Riesenkrake,
An meinem Fleisch nagen Deine Tentakel.

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