Sei ein Held

Als ich ein Kind war, hat man mir immer wieder vermittelt, wie wichtig es ist eine gute Tat am Tag zu vollziehen. Die berühmte gute „Tat des Tages“, sozusagen.

Soviele Kleinigkeiten können anderen Menschen die Welt bedeuten oder zumindest ein Lächeln hervor bringen.

Immer wieder fällt mir jedoch auf, dass manche Menschen nochmal lernen sollten, wie man E M P A T H I E schreibt. „Empathie“ gibts nämlich nicht im App-Store. Kann man sich nicht runter laden. Empathie steckt in einem drin oder nicht. Aber man kann sie auch erlernen. Wie man das machen kann, ist eigentlich ganz einfach. Erfordert dennoch einen gesunden Menschenverstand.

Wie das aussehen zeige ich durch ein paar Beispiele:

*Der Oma im Bus den eigenen Platz anbieten damit sie nicht beim Abbremsen des Busfahrers ihren Halt verliert.

*Den älteren Nachbarn fragen, ob Du was aus der Stadt mitbringen kannst, wenn Du eh weißt, dass er sich kaum aus dem Haus bewegt.

*Dem kleinem Kind über die Straße helfen, wenn sich keine Ampel in der Nähe befindet.

*mit der einsamen Witwe vom Haus nebenan drei Wörter wechseln, um sie von ihrer Trauer kurzweilig abzulenken.

*am Strand die Angelhaken und Schnüre, die ein blöder Angler liegen gelassen hat einsammeln, damit sich kein Vogel drin verfängt und qualvoll verendet.

*die Pfandflasche neben dem Mülleimer hinstellen, damit jemand anderes, der es nicht so gut hat, eine Kleinigkeit damit kaufen kann.

*einem Obdachlosen ein Brötchen kaufen, wenn man eh schon beim Bäcker ist.

*Lebensmittel die Du zuviel eingekauft hast, nicht weg zu schmeissen sondern beim Foodsharing oder sonstigen Portalen anbieten.

*deine alte Couch nicht gleich im Sperrmüll zu knallen sondern bei ebay verschenken weil es genug Leute gibt, die dankbar dafür wären.

*keine Plastiktüte im Supermarkt kaufen sondern Dir einfach einen Stoffbüddel zum einkaufen mit nehmen.

*dem Typen an der Kasse vor lassen, wenn er nur ein/zwei Teile in der Hand hält und Du ohnehin noch ne Weile brauchst um Deinen kompletten Wocheneinkauf auf dem Band abzulegen.

*deinen noch nicht abgelaufenen Parkschein einem anderem anbieten, wenn Du den Parkplatz und den Parkschein nicht mehr benötigst.

*einen kleinen „Verschenke“-Schrank irgendwo aufstellen, damit andere Leute Bücher oder anderes Zeug einfach tauschen/verschenken können

*der gestressten Mutter mit Kinderwagen die Tür öffnen/aufhalten

*dem Rollifahrer die Rampe des Busses raus holen damit er rein kann

*dein Mund aufmachen wenn sich eine Frau bedrängt fühlt

*zurück Lächeln wenn Dich jemand anlächelt.

Das sind nur Kleinigkeiten.
Ich könnte die Liste unendlich fortsetzen. Es bedarf so wenig, um die Welt ein klitzekleines bisschen besser zu machen.
Also.
Sei kein Arschloch.
Sei lieber ein Held.
Ein Alltagsheld.

2 Gedanken zu “Sei ein Held

  1. Oh wie schööööön ❤ der Postbotin entgegenlaufen, damit sie nicht alle Stufen hoch kommen muss. Gerade getan 🙂 Ich schließe mich dir vollkommen an. Ich lächle, dankeschön.

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