Wortgegangen

Es spielt keine Rolle. Hab Wortflucht begangen. Ohne Kontrolle, Im Schweigen gefangen. Wenn jetzt ein Stern Vom Himmel fällt, Wär mein schönster Wunsch Bereits erfüllt. Es sind Erinnerungen Die den Raum füllen. Die Zeit war schneller als ich Für Verbesserungen. Hell erleuchtet die Tage, Die wie Engel aussahen. Meine Wörter konnten Sie dennoch nicht tragen. Die Zeiger der Uhr Drehen sich weiter im Kreis. Das … Wortgegangen weiterlesen

Wie wenig sinnvoll ich bin

Wie wenig sinnvoll ich bin. Ich erhebe meine Stimme Und hinterlasse nichts Als den kleinsten Ton in der Luft. Mein Gesicht zeitlich gezeichnet. Schatten und Furchen und ein Wirbel Aus Staub und Dreck und einer Dosis Erkenntnis. Regenschauer putzen es weg Wie eine Reinigungskraft auf Teilzeitbasis. Ich ziehe vorüber Ohne Anhaltspunkt. Die Linden am Wegesrand Salutieren mir zu. Doch in Windeseile Entfalle ich ihnen. Ich … Wie wenig sinnvoll ich bin weiterlesen

Für ein Glas Rotwein

Er hat sein Blut für dieses Land gegeben. Bis zum Ende jedes Monats Schafft er’s nicht weiter zu leben. In Gottes Händen seine Gebete. Schwor Treue für sein Glaube Als er Vater wurde. Ein Krieg ohne Rückkehrgarantie. Medaillen erhalten Für die Ehrenphilosophie. Für all diese armen Leute, Ein paar banal einfache Worte, Weil sie bis heute an das Gute glaubten. Weil sie ständig darauf vertrauten … Für ein Glas Rotwein weiterlesen

Heimat

Einen Platz hab ich gefunden. Wie damals, Als ich 6 Jahre alt war. Sonntags Eiscreme aß. Einen alten Film schaute Und im Bett saß. Wusste noch nicht, dass ich Dich eines Tages verlass‘. Es tut mir leid, Heimat, Dass ich Dich nun verrat‘. Was wir jemals hatten, Einfach aufgab. Vergib mir, dass ich Mit Deinem Herzen gespielt hab. Sei Dir gewiss, dass es weh tat … Heimat weiterlesen

Der Sensemann

Es war Gras gewachsen Über das Herz. Und dazwischen Purpurrote Blumen Erwacht. 2 Frühlinge 4 Sommer 12 Winter Dauerte es. Jahreszeitenkonfus. Und als sie wieder blühten, Die purpurfarbenen Blumen, War in Reichweite Ein neuer Sensemann. Sie spürten das Ungetüm. Denn er besaß Kein Sinn für Schönheit. Wie Unkraut standen sie da. Die purpurroten Blumen, So selten und doch so rar. Mit geschärfter Klinge Nahm er … Der Sensemann weiterlesen

Trotz aller Widrigkeiten

Ich stimme mich ein. Auf Veränderung. Auf mich achtend, Sich wappnend. Emotionsfrei. Emotionsgeladen. Bereit Um nie bereit zu sein. Auf die Reinheit der Ehrlichkeit Die mich empfängt. Ihre Arme breit Wie ein offenes Tor. Oder beschleunigend. Wie ein Katapult Aus mechanischer Energie. Ich, als das Geschoss. Ich richte mich ein. Auf die Erhabenheiten Mit ihren Tücken. Die Auswirkungen Deines Namens. Für meine Revolution Mach ich … Trotz aller Widrigkeiten weiterlesen

Berlin, Berlin

Manches lässt sich nicht planen.Das Schicksal hat mich gebracht.Wer konnte bloß ahnen,Dass die Liebe mich zu Dir bracht. Wenn ich weg geh, fort von Dir,Mich ausspuckst aus Deinen Fängen.Vermisst Du mich nicht – kein Ton .Lässt mich einfach hängen. Und wenn die Nacht mich entlässtSchau ich in diese blassen Gesichter.Selbst der Mond ist bescheiden bleichIm unverhohlenem Glanz Deiner Lichter. Flanier auf BetonasphaltZwischen Dönerresten und Kotze.Sie … Berlin, Berlin weiterlesen

Eingesperrt zur Neuzeit-Pest

Psychologen schlagen Alarm. Es droht der Wohnungskoller. Genervt von Deinem Schwarm. Meditation wär doch sinnvoller. Plötzlich jeder im Home Office. Klaustrophobie bis zum Anschlag. Die grösste Besorgnis? Der Denkprozess eines Mordauftrages. Eheleute stellen fest, Dass die Lust schwindet Auf das gemeinsame Familiennest. Strapazierte Nerven im Eignungstest. Das Meissner Porzellan Fliegt rasant vor die Füße. Es war die geplante Landebahn Mit einem Gruß von Deiner Süßen. … Eingesperrt zur Neuzeit-Pest weiterlesen

Für einen kostenlosen Traum

Habe mir angewöhnt,Nicht über alles nachzudenken.Bedeutungen ändern sichAus einem anderem Blickwinkel. Bin nicht einverstandenMit meinem Bewusstseinszustand.Ein Freund ist grade gestorben.Fühle aber immer noch seine Gegenwart. Und ich werfe, werfe, werfe.Werfe Wasser auf meine Mühlen.Wünsch mir, dass dies das Jahr istMit dem Beginn meiner Zukunft. Liebe im ÜberflussWäre jetzt beschleunigendFür die Dunkelheit der Jahre.Beängstigend hoffe ich, sie könnte heilen. Der Winter fährt an mir vorbeiWie ein … Für einen kostenlosen Traum weiterlesen

Seltsam grausam

Ich brauche nichts als ein Wort. Nur eins, beträchtlich überzeugend. Ein Wort allein genügt. Ein Tropfen Wasser, der das Meer versüßt. Deine Eigenarten Wünschte ich zu verachten. Wie Du mich anschaust Ohne mich zu beachten. Was ich brauche Ist Deine Ausdauer. Ausdrückliche Gewissheit Und Herzenswärme. Fang von vorne an. Verloren in Deinen Augen. Such Deinen Mund, Deine Hände. Meine alltägliche Poesie. Stumm würd ich schreien … Seltsam grausam weiterlesen

Bollern bis die Seele bebt

Das Feuerzeug klickt,Die Flamme lodert auf.Es ist nicht die ersteOder zweite, die ich rauch. Ich hab aufgehört zu zählen,Wie viele ich rauch.Wie viel ich brauch,Bis der Brand erloschen ist. Kanns nicht ertragen,Dass Du in der Wohnung bist.Viel weniger wenn nicht.Vertragen. Will doch eigentlichNur wissenWie es Dir geht,Was bei Dir passiert. Ob Du Dich genau so verlierst,In Gedankenkonstruktionen.Im „hätte“, „könnte“, „wollte“,Oder „kann vielleicht sein“ Situationen. Wie … Bollern bis die Seele bebt weiterlesen

Von Heimat, Glück und Erste-Welt Problemen

Ich habe heute meinen philosophischen. Oh ja. Das kann mal passieren. Tut grundsätzlich auch nicht weh auch mal so einen Tag zu haben.Die Grundbasis mal wieder zu ordnen. Mal drüber nachzudenken. Hier und da. Dort und drüben. Kann man mal machen. Ich fange an über „Heimat“ nachzudenken. Was ist das für mich? Als in Deutschland geborene und aufgewachsene Italienerin. Als Mensch der schon 18 Mal … Von Heimat, Glück und Erste-Welt Problemen weiterlesen

Neuinterpretation des Gedichts „Großstadtliebe“ von Masha Kaleko

Eine Begegnung Im Großstadtdschungel. Ganz flüchtig Im Köpenicker Spreetunnel. Ein Date entsteht Und wie eh und je Bemerkt man plötzlich, Dass man sich versteht. Die Zeit vergeht Wie Nu im Flug. Beim zweiten Kaffee Plant man den Urlaub im Zug. Unzertrennlich wird geliebt.Verspricht sich weniger graue Tage. Teilt sich Kummer und Alltagslast.Teilt sich Freude und Aufgaben. Man trifft sich im Großstadtgewusel. Zuhause kennt man’s nicht.Zwischen … Neuinterpretation des Gedichts „Großstadtliebe“ von Masha Kaleko weiterlesen

Vergänglich

Setz‘ Dich doch zu mir. Hab massig Zeit. Das ist der Preis Für ein Leben Voller Arbeit. Ich hatte kein Glück. Meine Zeit ging schnell um. Lauf‘ schon so lang Auf diesem Weg Ohne Richtung. Hab‘ jetzt zittrige Hände. Und einen Kopf Voller geliebter Erinnerungen. Nun bekommen die Bilder Eine ganz andere Entfernung. Wo wollt ihr bloß hin? Ihr rastlosen Gedanken. Wünscht‘, ich könnt‘ Euch … Vergänglich weiterlesen